InTraHealth: „Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für inter- und transgeschlechtliche Menschen durch Abbau von Diskriminierung als versorgerseitiger Zugangsbarriere“

Diskriminierungen von inter- und transgeschlechtlichen Personen in der Gesundheitsversorgung beeinträchtigen die Versorgungsqualität und stellen eine Barriere für diese Personengruppen im Versorgungszugang dar. Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt „InTraHealth“ unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Dennert und in Kooperation mit der TH Köln und den Kliniken Köln wird diese Diskriminierungen durch Sensibilisierung von Fachkräften abbauen und so die bedarfsgerechte Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung sowie die Versorgungsqualität und -zufriedenheit fördern.

Problemhintergrund

Ein gleichberechtigter und allgemeiner Zugang zu einer fachgerechten Gesundheitsversorgung wird als wesentliche Voraussetzung für die Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben angesehen und ist deshalb in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union in Artikel 35 festgeschrieben. Das Projekt „InTraHealth“ nimmt die Routine-Gesundheitsversorgung für inter- und transgeschlechtliche Menschen in den Blick. Studien belegen, dass inter* Personen Diskriminierung in der Regelgesundheitsversorgung im Zusammenhang mit ihrer Intergeschlechtlichkeit erfahren (vgl. UK National LGBT Survey 2018). In einer Studie von 2014 berichteten 22% der transgeschlechtlichen Personen von Diskriminierungserfahrungen (FRA – European Union Agency for Fundamental Rights 2014), in einer deutschen Befragung waren es 44,7% (LesMigraS 2012).

Ziel des Projekts

Das Projekt beabsichtigt, Diskriminierungserfahrungen und psychosoziale Belastungen von inter- und transgeschlechtlichen Personen in der Gesundheitsversorgung zu vermindern und durch den Abbau dieser spezifischen Zugangsbarrieren die bedarfsgerechte Inanspruchnahme zu fördern. Dafür werden die Versorgungssituation, -bedarfe und -erfahrungen von inter- und transgeschlechtlichen Personen sowie die Bedarfe von Fachkräften zum Diskriminierungsabbau im Gesundheitswesen untersucht und analysiert. Neben dem themenspezifischen Ausbau des Wissensportals LSBTI² wird insbesondere eine interaktive, webbasierte Selbstlernumgebung für Gesundheitsfachkräfte entwickelt, getestet und realisiert, die nach Abschluss des Projekts online frei zugänglich zur Nutzung zur Verfügung stehen wird.

Kontakt

Projekt ‚InTraHealth‘
Fachbereich ‚Angewandte Sozialwissenschaften‘
Fachhochschule Dortmund
Emil-Figge Straße 44
44227 Dortmund
Tel.: 0231/9112 8287
Email: intrahealth@fh-dortmund.de

Hier geht es zur Website des Projekts InTraHealth

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