Nicht immer handelt es sich bei Menschen, die ein Problem mit ihrer Geschlechtsidentität haben, um die Diagnose Transsexualität bzw. Transidentität.

Folgende sogenannte Differenzialdiagnosen kommen alternativ als Erklärung infrage und sollten – gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, der Akademie für Sexualmedizin und der Gesellschaft für Sexualwissenschaft – vor geschlechtsangleichenden Schritten (Hormonbehandlung, Operationen) ausgeschlossen werden:

  • Teilweise oder vorübergehende Geschlechtsidentitätsstörungen, z.B. bei sog. Adoleszenzkrisen (bestimmte akute Anpassungsstörungen im Jugendalter)
  • Probleme und Nicht-Konformität mit den gängigen Rollenerwartungen der Geschlechter in der Gesellschaft, ohne dass eine tiefe und dauerhafte Geschlechtsidentitätsstörung vorliegt
  • Transvestitismus (Tragen der Bekleidung eines anderen Geschlechts) mit vorübergehendem, aber nicht dauerhaftem und tiefem Wunsch nach körperlicher und sozialer Angleichung an das andere Geschlecht
    Geschlechtsidentitätsprobleme, die in der Ablehnung einer homosexuellen Orientierung begründet sind
  • Eine akute Psychose, bei der die geschlechtliche Identität vorübergehend verkannt wird
  • Schwere Persönlichkeitsstörungen, die sich auf die geschlechtliche Identität auswirken

 

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