Empfohlen bei Transsexualität bzw. Transidentität und Voraussetzung für geschlechtsangleichende medizinische Maßnahmen ist eine Psychotherapie.

Der Psychotherapeut soll sich neutral gegenüber dem Wunsch des Patienten nach einer Geschlechtsangleichung verhalten. Er soll weder dieses Bedürfnis forcieren noch ablehnen. Liegt eine Transsexualität bzw. Transidentität vor, hat die Psychotherapie das Ziel, diese Diagnose zu sichern und den Betroffenen bei seinem Weg zu begleiten. Es ist wichtig, dass der Therapeut über die nötige Qualifikation und Erfahrung im Umgang mit Transsexualität bzw. Transidentität verfügt und dies durch eine entsprechende Ausbildung nachweisen kann.

Wie oft und wie regelmäßig die Psychotherapie stattfindet, sollen Patient und Therapeut gemeinsam festlegen. Wichtig ist, dass es dem Therapeuten möglich ist, den Patienten ausreichend beurteilen zu können. Es wird empfohlen, die Psychotherapie bei Transsexualität bzw. Transidentität bis mindestens zur geschlechtsangleichenden Operation fortzusetzen. Im Anschluss ist eine psychotherapeutische Weiterbetreuung ratsam. Der Psychotherapeut kann Gutachten und Indikationsschreiben für die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung und die geschlechtsangleichende Operation ausstellen.

 

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