Erstes Ziel der Hormonbehandlung von Frau-zu-Mann-Transsexuellen (Transmännern) ist es, die Menstruationsblutung zu stoppen. Unter Umständen kann es daher sinnvoll sein, vor der Testosteron-Gabe zunächst einen Ovulationshemmer („Anti-Baby-Pille“) durchgängig zu verordnen. Anschließend kann – zusätzlich zur Testosteron-Gabe – ein Medikament aus der Gruppe der sogenannten GnRH-Analoga (z.B. Decapeptyl® / Triptorelin oder Trenantone® / Leuprorelin) gegeben werden.

Das wichtigste Medikament in der Hormonbehandlung von Frau-zu-Mann-Transsexuellen ist das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Es führt zur Vermännlichung des Körpers. Testosteron wird meist als ölige Lösung langsam in den Muskel (z.B. den Gesäßmuskel) gespritzt. Alternativ kann es als Gel oder, seltener, als Pflaster angewendet werden.

Mögliche Testosteron-Präparate, die zur Hormonbehandlung von Frau-zu-Mann-Transsexuellen eingesetzt werden, sind:

  • Testosteron-Gel (z.B. Testogel® 25 mg/50 mg) zum täglichen Auftragen auf die Haut (topisch)
  • Testosteron-Enantat (z.B. Testoviron-Depot-250®) zur Verabreichung (meist alle 2 bis 3 Wochen) in den Muskel (intramuskulär, i.m.)
  • Testosteron-Undecanoat (z.B. Nebido® 1.000 mg) zur Verabreichung (meist alle 10 bis 14 Wochen) in den Muskel (intramuskulär, i.m.)
  • Testosteron-Pflaster (z.B. Androderm® 2,5 mg) zur täglichen transdermalen Anwendung (transdermal)

 

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