Bei der Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen (MzF-TS, Transfrauen) können Nebenwirkungen auftreten. Hierbei sind Nebenwirkungen, die zu Beginn der Behandlung auftreten und auf die Hormonumstellung zurückzuführen sind, von länger anhaltenden oder bleibenden Folgen zu unterscheiden. Wichtig ist, dass die Medikamente nicht zu hoch dosiert werden, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden. In der Hormonbehandlung von Transfrauen werden häufig mehrere Medikamente eingesetzt, insbesondere Antiandrogene und Östrogene.

Das wichtigste weibliche Geschlechtshormon ist das Östrogen, welches als Medikament (Ethinyl-Estradiol) verabreicht, folgende gesundheitliche Risiken erhöht:

  • Erhöhtes Risiko für Thrombosen (Blutgerinnsel), v.a. Thrombosen in den tiefen Bein- und Beckenvenen (TVT), Lungenembolie
  • Erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle
  • Erhöhtes Risiko für Brustkrebs (Mammakarzinom)

Darüber hinaus können unter anderem folgende Nebenwirkungen bei der Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen durch Estradiol auftreten:

  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall
  • Appetitsteigerung, Gewichtszunahme
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Sehstörungen, Schwindel
  • Haarausfall
  • Hautausschläge, Juckreiz
  • Wadenkrämpfe
  • Erhöhung der Blutfettwerte (Triglyzeride, Cholesterin)
  • Anstieg der Leberwerte, Leberfunktionsstörungen
  • Schilddrüsen-Funktionsstörungen
  • Zucker-Stoffwechselstörungen (Veränderungen der Glukose-Toleranz)
  • Depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen

 

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