Aus medizinischer Sicht ist Transsexualität – gemäß der Internationalen Klassifizierung von Krankheiten (ICD-10) – eine Geschlechtsidentitätsstörung, nach neuer Definition auch Geschlechtsdysphorie genannt. Sie liegt vor, wenn sich ein Mensch „konstant und dauerhaft psychisch vollständig mit dem Gegengeschlecht identifiziert“.

Bei der Transsexualität besteht:

1. der Wunsch, im anderen Geschlecht zu leben,

2. das Gefühl des Unbehagens oder der Nichtzugehörigkeit zum eigenen Geschlecht, sowie

3. der Wunsch nach hormoneller und chirurgischer (gegengeschlechtlicher) Behandlung.

Schätzungen zufolge lebt jeder 30.000 biologische Mann, und jede 100.000 biologische Frau in Deutschland im gefühlt falschen Geschlecht. Die Dunkelziffer liegt möglicherweise wesentlich höher, da zum einen nicht jeder Betroffene offen mit dem Thema umgeht und sich zum anderen viele Transsexuelle nicht für eine geschlechtsangleichende Behandlung entscheiden und somit von der Statistik nicht erfasst werden.

 

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