Transsexualität bzw. Transidentität darf nicht als Krankheit verstanden werden, die „behandelt“ oder gar „geheilt“ werden kann.

Wenngleich Transsexualität in der Internationalen Klassifizierung von Krankheiten unter dem verschlüsselten Code „F64.0“ aufgeführt ist, sehen Ärzte und Psychologen transsexuelle Menschen weder als psychisch noch körperlich krank an. Vielmehr stimmt ihr körperliches Geschlecht nicht mit ihrer Geschlechtsidentität überein.

Für viele Transsexuelle bzw. Transidente ist die Einstufung ihres Geschlechtsempfindens als Krankheit oder Störung verletzend. Die Kategorisierung im ICD-10 und die Anerkennung als Krankheit nach SGB V hat aber für den Betroffenen den Vorteil, dass die Krankenkassen – wenn die Diagnose gesichert ist – die Kosten für die Diagnostik und Behandlung der Transsexualität (wie Hormonbehandlung und Operationen) übernehmen.

In der voraussichtlich ab 2022 geltenden Folgeversion der ICD, der ICD-11, wird Transsexualität nicht mehr als Störung bezeichnet, sondern unter dem Überbegriff „sexueller Gesundheitszustand“ („sexual health condition“) geführt und als „Geschlechtsinkongruenz“ bezeichnet.

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