Die Ursachen für Transsexualität bzw. Transidentität sind weitestgehend unbekannt und bislang wenig erforscht. Dabei ist Transsexualität vermutlich so alt wie die Menschheit selbst.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Geschlechtsrolle bereits sehr früh, nämlich in den ersten drei bis fünf Lebensjahren, festgelegt wird. Für Transsexualität gibt es einige Hypothesen, die genetische, hormonelle, physische, psychische oder soziale Faktoren als Ursache in Betracht ziehen. Möglicherweise ist Transsexualität – wie so vieles in der Medizin – multifaktoriell bedingt.

Als widerlegt gelten bestimmte psychosoziale Ursachen für Transsexualität bzw. Transidentität wie die lange vorherrschende Meinung, dass „Fehler“ in der Erziehung, wie der – oft unbewusste – Wunsch der Eltern, ein Kind des anderen Geschlechts zu haben, zur Transsexualität bzw. Transidentität des Kindes führe. Auch wenn das gleichgeschlechtliche Elternteil fehlt oder negativ besetzt ist, gilt es als unwahrscheinlich, dass das Kind dadurch zur Identifikation mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil und letztlich zur Transsexualität bzw. Transidentität gedrängt werde.

Neuere Untersuchungen vermuten ein hormonelles Ungleichgewicht während der Embryonalentwicklung, also bereits im Mutterleib. Außerdem haben Forscher ermittelt, dass in der vorgeburtlichen (pränatalen) Entwicklungsphase dieselben Sexualhormone sowohl die Ausbildung der Genitalien als auch die Ausbildung und die Funktion des Gehirns beeinflussen. Demnach ist es wahrscheinlich, dass ein Kind bereits zum Zeitpunkt seiner Geburt transsexuell bzw. transident ist.

 

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